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30.11.2020

'Orange the World 2020'

Clubleben in Zeiten des Wandels und der Veränderung

Burg Deutschlandsberg
Burg Deutschlandsberg

Für manche Menschen ist  die Zeit, in der ein Virus unser Leben nahezu auf den Kopf stellt, eine Katastrophe. Genau betrachtet, birgt diese Zeit allerdings auch unglaublich viel Schönes und Interessantes (Stille in der Nacht aufgrund des Lockdowns, mehr Achtsamkeit und Zuwendung seitens vieler Menschen, Online-Veranstaltungen, die man gemütlich von zuhause aus mitverfolgen kann, ohne in der Finsternis herumfahren zu müssen u.v.a.m.)

Auch unsere Clubmeetings sind „ins Netz“ gewandert. Unsere Aktivitäten sind jedoch ungebremst und vielfältig wie immer:

Wir haben unsere bereits traditionelle Weihnachtspackerlaktion für das Haus ReethiRa, d.h. für schwer traumatisierte junge Frauen, auf Schiene gebracht

Einige von uns haben intensiv gearbeitet und die orange Beleuchtung einiger Gebäude in der Region veranlasst:

o    Burg Deutschlandsberg

o    Rathaus Stainz

o    Steinhalle Lannach

o    Klöpfermuseum Eibiswald

o    Wolfgangi-Kirchlein Bad Schwanberg

o    Josefikirche Bad Schwanberg

o    Kirche St. Peter im Sulmtal

o    Stadtpfarrkirche Deutschlandsberg 

In Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, die sich für Frauen engagieren, wurde eine große  Auslage in Stainz zum Thema „Orange the World - Gegen Gewalt an Frauen“ unter Mitarbeit der jungen Frauen aus dem Haus ReethiRa gestaltet.

Eine 1.000,-€ Spende wurde an die Internationale Klasse der Waldorfschule in Graz überwiesen. Diese Klasse wurde gegründet, um geflüchteten jungen Menschen jenseits der Schulpflicht eine fundierte Ausbildung und zumindest den Hauptschulabschluss zu ermöglichen. Die Klasse wird ausschließlich aus Spenden finanziert, da sich die öffentliche Hand aus der anfänglichen Finanzierung völlig zurückgezogen hat. Zwei mutige, engagierte Lehrerinnen unterrichten die große, 20 Burschen und zwei Mädchen mit Fluchtbiographie umfassende Klasse.

(c) Irmgard Kratochwill

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2020 11 Rathaus in Stainz orange beleuchtet (1).JPG2020 11  Steinhalle Lannach orange beleuchtet (1).JPG

16.11.2020

ORANGE THE WORLD 2020

Weltweite Kampagne von 25. November bis 10. Dezember

Unter der Schirmherrschaft von Schauspielerin Ursula Strauss erstrahlen im Rahmen der 16-tägigen UN Women Kampagne 223 öffentliche und private Gebäude und Objekte in Österreich in der Farbe der Solidarität: Orange.

Orange the World - 16 Tage gegen Gewalt an Mädchen und Frauen - (c) si österr. union
Orange the World - 16 Tage gegen Gewalt an Mädchen und Frauen - (c) si österr. union
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Gewalt an Frauen und Mädchen sichtbar machen – dies ist das Ziel der internationalen UN Women Kampagne ORANGE THE WORLD, bei der weltweit symbolträchtige Gebäude in orange Licht erstrahlen. Die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, welche jährlich zwischen dem 25. November – dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen – und dem 10. Dezember – dem Internationalen Tag der Menschrechte und zugleich Soroptimist-Tag – stattfinden, werden in Österreich seit 2017 gemeinsam von UN Women Austria, Soroptimist International Austria, dem Ban Ki-Moon Centre for Global Citizens und HeForShe Graz umgesetzt. Erste Group Bank AG, Energie Steiermark, T-Mobile Austria GmbH, UNIQA Österreich Versicherungen AG und die Raiffeisen Bankengruppe Österreich unterstützen diese wichtige Awareness-Kampagne heuer als Sponsoren in Österreich.

Bereits zum dritten Mal in Folge Schirmherrin der Kampagne in Österreich ist Ursula Strauss. Die Schauspielerin engagiert sich stark im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und tritt dafür ein, dass Gewaltopfer die Chance erhalten, sich mit ihren Erfahrungen in der Öffentlichkeit positionieren zu dürfen. Wie wichtig die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung zu diesem Thema auch in Österreich 2020 immer noch ist, zeigen die Statistiken: 20 Prozent aller österreichischen Frauen ab 15 Jahren waren bereits von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen. 35 Prozent aller Frauen in Österreich wurden bereits sexuell belästigt. Viele Frauen sehen jedoch noch immer von Anzeigen ab. Der Handlungsbedarf ist weiterhin riesig, weshalb sich ORANGE THE WORLD auf Bewusstmachen, Vorbeugen und Reagieren fokussiert.

Um die Thematik in den öffentlichen Diskurs zu rücken, wird auch dieses Jahr in ganz Österreich ein sichtbares – oranges – Zeichen gesetzt. Die praktische Umsetzung der Kampagne in den Bundesländern wird von den 60 Soroptimistclubs in ganz Österreich forciert. „Die Bekämpfung der Gewalt an Frauen ist eines der obersten Ziele von Soroptimist International. Durch unser flächendeckendes Netzwerk in ganz Österreich war es uns auch heuer möglich, ein aktiver Partner für UN Women zu sein.“, erklärt Unionspräsidentin Dr.in Eliette Thurn. Das Wiener Volkskundemuseum, die Albertina, der Uniqa Tower, der Grazer Uhrturm, das Goldene Dachl in Innsbruck und das Schloss Mirabell in Salzburg sowie das Vorarlberger Landestheater in Bregenz – dies sind einige der bekanntesten Beispiele der mehr als 160 öffentlichen Gebäude in Österreich, die orange beleuchtet werden. Die Anzahl der beleuchteten Gebäude konnte somit seit dem österreichischen Start der Kampagne 2017 beinahe verdreifacht werden.

Der erfolgreiche Schwerpunkt von 2019, welcher auf der Einbeziehung von Krankenhäusern und der Sichtbarmachung der dort beschäftigten Opferschutzgruppen lag, wird 2020 weitergeführt. So erstrahlen wieder zahlreiche Krankenhäuser in orangem Licht. Zusätzlich liegt der Fokus dieses Jahr auf den Universitäten – im Besonderen medizinischen Fakultäten. In diesem Zusammenhang werden auch interdisziplinäre Podiumsdiskussionen zum Thema Gewalt an Frauen organisiert. Es wird Vieles umgesetzt werden in den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen – und die Botschaft ist klar: Hinsehen. Handeln.

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10.08.2020

Gartenfest im Haus ReethiRa

Wie jedes Jahr luden die Klientinnen und Betreuerinnen des Hauses ReethiRa auch heuer zum gemütlichen Sommerfest!

Selbstverständlich waren die Corona-Vorsichtsmaßnahmen beim ReethiRa-Sommerfest am 31.7.2020 allgegenwärtig, dennoch entwickelte sich im Zelt und unter der Trauerweide ein persönlich-familiäres Beisammensein, bei dem alle Sinne angesprochen wurden und es war für eine richtige Wellness-Stimmung gesorgt. Gegrilltes war der kulinarische Hit des Nachmittags, dazu stießen Getränke und Eis auf die volle Zustimmung der Besucher*innen jeden Alters. Dieses Mal waren erstaunlich viele Kinder anwesend, die sich bei Spielen wie Tischtennis, Hula Hoop oder Federball austoben konnten. Beim Glückshafen („Wie viele Zuckerln sind im Glas?“) gab es Sachpreise zu gewinnen. Auch der Stainzer Bürgermeister konnte sich bei seinem Besuch von der harmonischen Stimmung überzeugen.

Einmal mehr ein besonderer Höhepunkt war der Besuch einiger Damen unseres Clubs Deutschlandsberg und wir waren nicht mit leeren Händen gekommen. „Ihr habt sicher eine Verwendung dafür!“, stellte sich Präsidentin Andrea Krauß mit einem Scheck über 1.500 Euro ein. Das Geld wird vor allem für den heurigen Urlaub der betreuten jungen Frauen und ihres Betreuungsteams im Soca-Tal und in Piran/Slowenien verwendet.

Text Gerhard Langmann und Irmgard Kratochwill

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10.04.2020

Frohe Ostern mit Corona!

Ostern einmal anders

Auch in diesen schwierigen Zeiten überraschen wir die Bewohnerinnen des Hauses ReethiRa mit Ostergeschenken!

Wir, die Soroptimistinnen des Clubs Deutschlandsberg begleiten eine in Österreich einzigartige Einrichtung, nämlich das Haus Reethira und das bereits seit über zehn Jahren. Während dieser Zeit konnten wir rund 67.000,-€ den dort lebenden, vom Schicksal arg belasteten jungen Frauen zugutekommen lassen. Wir haben bereits darüber berichtet!
Jedes Jahr, sowohl zu Ostern als auch zu Weihnachten, stellen wir uns mit Oster- oder Weihnachtsgeschenken im Wert von mehreren hundert Euro im Haus ein, um sowohl den Bewohnerinnendie allesamt Schreckliches in ihrem jungen Leben erleben mussten, Stichwort „Gewalt an Frauen und Mädchen“ als auch ihren Betreuerinnen, die mit viel Hingabe und Liebe mit ihren „Klientinnen“ arbeiten, Freude zu bereiten.
Immer unterstützt uns hier großartig das Kaufhaus Hubmann in Stainz, insbesondere Frau Maria Bohnstingl in der Zusammenstellung und Verpackung der Geschenke. Herr Florian Hubmann, der Juniorchef des Hauses, wertet unsere Geschenke jeweils noch mit Kaffeegutscheinen auf, für die wir Soroptimistinnen nichts bezahlen müssen.
Heuer muss die Übergabe der Geschenke Corona bedingt durch einen Zusteller erfolgen. Nichts desto trotz wünschen wir allen, die im Haus Reethira wohnen oder arbeiten „Frohe Ostern“ und viel Freude mit den Geschenken! 

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06.04.2020

Das Zuhause – ein gefährlicher Ort

Notfall-Telefonnummern und Beratungs-Webseiten

Es gibt Situationen, die bedauerlicherweise Gewalt in der Familie fördern. Wir kennen den Anstieg an Gewaltausbrüchen zu Feiertagen, in Ausnahmesituationen und in Fällen von Hilflosigkeit. Und fast immer sind Frauen und Kinder die Leidtragenden. Aber auch die Männer brauchen Hilfe.

Gewalt gegen Frauen gibt es in unterschiedlichen Formen – als physische, sexuelle, soziale oder ökonomische Gewalt. Immer jedoch geht es um Macht, Unterdrückung und Hilflosigkeit. Und immer fühlen sich die Opfer allein, verletzt und unsichtbar. Sie verstecken ihre Leid aus Scham und der Angst vor gesellschaftlicher Ächtung.
Dabei gibt es Hilfe in den Gewaltschutzabteilungen der Krankenhäuser bzw. der Bundesländer.  Es gibt für Betroffene Möglichkeiten sich beraten zu lassen – anonym und rund um die Uhr; oder im Gefahrenfall eine SMS an die Polizei zu senden.  Hier gibt es eine Liste von Ratschlägen, die Frauen in Gewaltbeziehungen in verschiedenen Situationen helfen können: lebensart.at/
Autonome Frauenhäuser
Frauenhelpline
0800 222 555
Polizei 133
Polizeitnotruf per SMS: 0800 133 133 (zugleich Notruf für Gehörlose)
Gewaltschutzzentrum
Frauenberatung St. Johann

Eine wirkungsvolle Hilfe wäre aber auch die Zivilcourage der Umgebung. Die Wahrnehmung von Familienstreit, Schlägen, Misshandlungen mag vielleicht ein unangenehmes Gefühl auslösen – Wegschauen macht es aber nicht besser.  Wer Gewalt wahrnimmt, kann sie unterbrechen (z. B. an der Tür klingeln) oder zumindest die Polizei verständigen.  Das kann die Situation entschärfen – auch wenn die Betroffenen sich vielleicht im ersten Moment nicht dankbar erweisen.


Hilfe für Männer
Männer, die gewalttätig geworden sind, brauchen aber ebenso Hilfe wie ihre Opfer.  Anlaufstelle für sie sind ebenfalls Gewaltschutzzentren, aber auch  Männerberatungen, die ein spezielles Anti-Gewalt-Programm anbieten.

Männerberatung in Wien  +43 1 603 2828
Männerberatung St.Pölten

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